Medizin

Lebererkrankungen nehmen zu: 780 Tote täglich durch Lebererkrankungen in Europa

Jeden Tag sterben in Europa fast 780 Menschen an Lebererkrankungen, obwohl viele dieser Todesfälle vermeidbar wären. Eine internationale Analyse unter Beteiligung des Inselspitals, Universitätsspital Bern und der Universität Bern zeigt, dass hinter dieser Entwicklung nicht nur medizinische, sondern auch gesellschaftliche und gesundheitspolitische Faktoren stehen. Lebererkrankungen entwickeln sich zunehmend zu einem der grössten Gesundheitsprobleme Europas. Laut der aktuellen Analyse der „EASL–Lancet Commission“ sterben jährlich rund 284’000 Menschen an Leberzirrhose oder Leberkrebs. Besonders deutlich wird dies am Anstieg der Leberkrebssterblichkeit um mehr als 50 Prozent seit dem Jahr 2000. Gleichzeitig gehören Lebererkrankungen zu den wenigen nichtübertragbaren Krankheiten, deren Häufigkeit weiter zunimmt, im Gegensatz etwa zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder vielen Krebsarten.

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Darmkrebs-Screening gesichert: Tarif-Einigung ermöglicht Programme in Kantonen

Swiss Cancer Screening, die Einkaufsgemeinschaften der Versicherungen und prio.swiss haben die Tarifverhandlungen zu den Darmkrebs-Screening-Programmen abgeschlossen. Die Krebsliga begrüsst, dass damit die Weiterführung der organisierten, qualitätskontrollierten Vorsorge- und Früherkennungsprogramme sichergestellt ist. In der Schweiz erkranken jedes Jahr 4600 Menschen an Dickdarmkrebs, 1600 sterben an den Folgen der Erkrankung. Mit den heutigen Methoden können Darmkrebs und seine Vorstufen schon vor dem Auftreten von Symptomen in einem frühen Stadium entdeckt werden. Damit erhöhen sich die Heilungschancen und aufwändige Therapien und damit verbundene Kosten können verhindert werden. Die Krebsliga empfiehlt und unterstützt Darmkrebsvorsorgeprogramme für Personen von 50 bis 74 Jahren – alle zwei Jahre mittels Blut-im-Stuhl-Test (FIT) oder alle zehn Jahre mittels Darmspiegelung.

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Christoph Schlapbach wird neuer Klinikdirektor der Dermatologie am Inselspital

Die Geschäftsleitung der Insel Gruppe hat Prof. Dr. Dr. Christoph Schlapbach per 1. August 2026 zum neuen Klinikdirektor und Chefarzt der Universitätsklinik für Dermatologie im Medizinbereich Innere Medizin ernannt. Gleichzeitig wird er zum ordentlichen Professor für Dermatologie an der Universität Bern ernannt. Christoph Schlapbach folgt auf Prof. Dr. med. Luca Borradori, der per 31. Juli 2026 ordentlich emeritiert wird.

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Burgdorf BE: OP-Roboter begeistert – Spital Emmental zieht starke Zwischenbilanz

Die chirurgische Klinik des Spitals Emmental zieht über sechs Monate nach der erfolgreichen Einführung des OP-Roboters Dexter von Distalmotion eine positive Zwischenbilanz. Neben einer hohen Anzahl erfolgreich durchgeführter Eingriffe ist auch das öffentliche Interesse an der neuen Technologie bemerkenswert gross: Eine kürzlich durchgeführte öffentliche Präsentation stiess auf ausserordentlich hohen Anklang. Seit der Inbetriebnahme im September 2025 hat sich der OP-Roboter Dexter der Schweizer Firma Distalmotion im chirurgischen Alltag bestens etabliert. „Nach etwa sieben Monaten hat sich das chirurgische Team des Spitals Emmental sehr gut mit dem OP-Roboter vertraut gemacht und ist bestens eingearbeitet.

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Robert Wenner-Preis 2026 geht an zwei Pionierinnen der Krebsimmuntherapie

Der Robert Wenner-Preis – eine Auszeichnung für junge Krebsforschende – geht in diesem Jahr an zwei Wissenschaftlerinnen: Prof. Dr. med. Michal Bassani-Sternberg (Universität Lausanne / CHUV) und Prof. Dr. med. Camilla Jandus (Universität Genf). Die Krebsliga Schweiz zeichnet beide für wegweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsimmuntherapie aus. Erstmals waren Krebsbetroffene direkt an der Wahl der Preisträgerinnen beteiligt. Die Krebsimmuntherapie nutzt die körpereigene Abwehr, um Krebszellen gezielt zu erkennen und zu bekämpfen. Trotz grosser Fortschritte sprechen bislang nicht alle Patientinnen und Patienten gleich gut auf bestehende Therapien an. Die Forschung sucht deshalb nach neuen Wegen, Immuntherapien wirksamer, individueller und breiter zugänglich zu machen. Zwei junge Wissenschafterinnen, die auf dem Gebiet wegweisende Arbeit leisten, werden von der Krebsliga mit dem Robert Wenner-Preis ausgezeichnet.

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Marvin Grossmann folgt auf Hansueli Tschanz als Chefarzt am Berner Reha Zentrum

Die Insel Gruppe hat Dr. med. Marvin Grossmann per 1. September 2026 zum Chefarzt für kardiovaskuläre Rehabilitation am Berner Reha Zentrum in Heiligenschwendi ernannt. Er folgt auf Dr. med. Hansueli Tschanz. Parallel wird Grossmann weiterhin mit einem 20-Prozent-Pensum am Inselspital tätig sein. Damit stärkt die Insel Gruppe die standortübergreifende Vernetzung und die strategische Weiterentwicklung des Rehabilitationsangebots. Dr. med. Marvin Grossmann, MHBA, verfügt über umfassende klinische Erfahrung in der kardiovaskulären Rehabilitation. Zuletzt war er in leitender Funktion in der stationären kardiovaskulären Rehabilitation am Inselspital tätig. Darüber hinaus übernahm er Aufgaben als Kaderarzt in der ambulanten Rehabilitation sowie in der Sprechstunde für Sportmedizin.

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Lena-Christin Conradi wird Klinikdirektorin für Viszeralchirurgie am Inselspital

Die Geschäftsleitung der Insel Gruppe hat Prof. Dr. Dr. med. Lena-Christin Conradi per 1. August 2026 zur neuen Klinikdirektorin und Chefärztin für Viszerale und Transplantationschirurgie an der Universitätsklinik für Viszerale Chirurgie und Medizin (UVCM) ernannt. Gleichzeitig wird sie zur ordentlichen Professorin für Viszerale und Transplantationschirurgie an der Universität Bern ernannt. Conradi folgt auf Prof. Dr. Dr. med. Daniel Candinas, der per 31. Juli 2026 als ordentlicher Professor und Klinikdirektor emeritiert wird.

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